ok, wir werden uns hinkünftig ausschließlich der ausforschung von parkschadensündern widmen und alles andere beiseite lassen. bin übrigens für jeden hinweis wie man solche "schweine" ausforscht dankbar. mein vorschlag speziell in größeren städten eine umfassende videoüberwachung einzurichten wurde durch die datenschützer bereits abgewürgt. außerdem ist die mithilfe der bevölkerung, die eventuell wirkungsvoll wäre, so gut wie nicht vorhanden, aus welchen gründen immer. und ich lasse mir nicht vorwerfen, von allen bezahlt zu werden, schließlich leiste ich genau wie jeder andere arbeitnehmer meine abgaben - und meine arbeit, und das nicht zu knapp. und zu glauben dass jeder für sich die dienste der polizei nach gutdünken zu seinem eigenen vorteil nutzen kann ist schlichtweg falsch, schließlich hat JEDER andere wertvorstellungen. und die regierung tut ihr übriges das personal noch mehr zu reduzieren, womit wir wieder bei der statistik sind. 21 neue planstellen für die polizei! dass während der selben zeit 60 beamte in pension gehen wird geflissentlich verschwiegen ... außerdem eine absolut falsche - absichtlich falsche formulierung, denn es handelt sich hiebei nicht um "neue" planstellen sondern lediglich um neu ausgebildete polizisten/innen, während in wahrheit die planstellen immer weniger werden. sparen auf kosten der sicherheit - das ist es, was seit jahren betrieben wird, und die "erfolge" ernten wir jetzt. und es kommt noch schlimmer. keine nacht, in der nicht eines oder mehrere bikes gestohlen werden. die kriminalstatistik wird immer wieder nach unten frisiert - und diese tatsache wird von gewissen politikern auch noch vehement bestritten. entweder wider besseres wissen oder bewusst - die wahrheit kennen nur die handelnden personen selbst. wer die polizeiarbeit kritisiert, hat von polizeiarbeit keine ahnung. und für jene, die glauben der polizeiberuf sei einfach, hab ich hier noch ein paar argumente (auf diesem nerv bin ich zugegeben etwas empfindlich):
Nun, Herr Steuerzahler, ich glaube, Sie haben mich identifiziert. Ich passe sauber und fein in eine Kategorie, in die Sie mich einstufen.
Ich werde grundsätzlich klassifiziert, eingruppiert und bin immer typisch. Unglücklicherweise kann ich das von Ihnen nicht behaupten, denn ich weiß nie, wer Sie sind.
Von Geburt an lehren Sie Ihren Kindern, daß ich der Buhmann bin, und sind dann schockiert, wenn ich mit meinem traditionellen Feind, dem Kriminellen verglichen werde.
Ich werde beschuldigt, Jugendliche zu sanft anzufassen, bis ich einmal Ihr Kind auflese.
Sie nehmen sich wahrscheinlich eine Stunde Mittagspause und etliche Kaffeepausen, beschuldigen mich aber der Faulheit, wenn ich mich mal hinsetze.
Sie sind stolz auf Ihre Manieren, denken sich aber nichts dabei, meine Mahlzeit mit Ihren Problemen zu unterbrechen.
Sie regen sich auf, wenn Ihnen jemand im Verkehr den Weg abschneidet, aber wenn ich Sie beim selben Verstoß erwische, fühlen Sie sich ungerecht behandelt.
Sie kennen alle Verkehrsregeln, haben aber noch nie einen Strafzettel erhalten, der gerechtfertigt war.
Sie beklagen sich, wenn ich mit Übergeschwindigkeit an einen Tatort fahre, beschweren sich aber, wenn es mehr als zehn Sekunden dauert, an Ihren Tatort zu kommen.
Sie sehen es als Teil meiner Arbeit an, geschlagen zu werden. Schlage ich aber zurück, nennen Sie es Polizeibrutalität.
Sie würden niemals daran denken, Ihrem Zahnarzt zu erklären, wie man einen Zahn zieht, oder Ihrem Doktor zeigen wie ein Blinddarm operiert wird. Aber Sie sind immer gerne bereit, mir ein paar rechtliche Tips zu geben.
Sie reden zu mir in einer Weise, die Ihnen in jeder anderen Lage eine blutige Nase einbringen würde, erwarten aber von mir, daß ich dies ohne Reaktion hinnehme.
Sie schreien: "Es muß etwas gegen die Kriminalität unternommen werden!", wollen aber nicht selbst einschreiten oder belästigt werden.
Sie haben absolut keine gute Meinung von mir, aber es ist natürlich vollkommen in Ordnung, wenn ich Ihrer Frau helfe, einen Reifen wechsle, oder Ihr auf dem Weg ins Krankenhaus zur Entbindung helfe, Ihrem Sohn mit Mund-zu-Mund Beatmung das Leben rette oder Überstunden mache, um Ihre entlaufene Tochter zu finden.
So, Herr Steuerzahler, da stehen Sie auf Ihrem Podium und beschweren sich über die Art und Weise, wie ich meine Arbeit verrichte, geben mir alle möglichen Schimpfnamen, vergessen aber immer, daß Ihr Eigentum, Ihre Familie oder auch Ihr Leben von mir oder meinen Kollegen abhängen könnte.
Jawohl, Herr Steuerzahler, ich bin's. Der lausige Polizist.
Nachsatz:
ein guter Freund von mir ist gestern 50-jährig verstorben, vielleicht bin ich deswegen grad ein bisschen sensibler als sonst. ansonsten hab ich eine haut wie ein elefant, ein herz aus stein und ein gemüt wie ein fleischerhund. geprägt in mehr als 30 berufsjahren. nix für ungut.
LG

Ed