Cape Town - Khartoum
- daleipi
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Cape Town - Khartoum
So,
bin seit Gestern wieder daheim in Hausmannstätten.
Es sollte eigentlich von Cape Town bis zum Mittelmeer gehen aber da mich der Zoll in Kapstadt verarscht und es dann kein Saudi Arabien Visum gegeben hat und die Fahrzeiten der Fähre in Agypten über den Assuan Stausee nicht gepaßt haben und die Situation in Ägypten sowieso mehr als komisch geworden ist hab ich in Khartoum abgebrochen.
Ich hoffe das die Twin gut in den Flieger verladen wird. Wenn ich wieder Zeit hab schreib ich etwas zu den vier Wochen Fahrt von Kapstadt nach Khartoum. Ein paar Bilder - nur ein paar - hab ich auch. Meist auf dem Handy weil ich zum Auspacken der Kamera zu faul war...
Bis demnächst
Stefan
bin seit Gestern wieder daheim in Hausmannstätten.
Es sollte eigentlich von Cape Town bis zum Mittelmeer gehen aber da mich der Zoll in Kapstadt verarscht und es dann kein Saudi Arabien Visum gegeben hat und die Fahrzeiten der Fähre in Agypten über den Assuan Stausee nicht gepaßt haben und die Situation in Ägypten sowieso mehr als komisch geworden ist hab ich in Khartoum abgebrochen.
Ich hoffe das die Twin gut in den Flieger verladen wird. Wenn ich wieder Zeit hab schreib ich etwas zu den vier Wochen Fahrt von Kapstadt nach Khartoum. Ein paar Bilder - nur ein paar - hab ich auch. Meist auf dem Handy weil ich zum Auspacken der Kamera zu faul war...
Bis demnächst
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Re: Cape Town - Khartoum
Das ganze war ja als Projekt 'Ich fahr jetzt mal heim' gedacht.
Nachdem die Twin ewig schon in Südafrika war hatte ich mit dem Zoll gesprochen wie ich die wieder mit nach Europa nehmen kann und mir wurde versichert dass ich nur das Carnet bringen muß und bei der Vorführung vom Fahrzeug wird dieses dann abgestempelt. Im Februar nochmal angefragt und sogar schriftlich bekommen das alles wie besprochen passieren wird.
Nach Ankunft Anfang Juni in Kapstadt ist am der Twin nix gemacht worden. Garnix. Somit ist schnelles Losfahren nicht drin. Also nochmal grossen/grosses Service und, fatalerweise, die Idee den Alu-Seitentank anzubauen. Weil, es ist ja Afrika wo gefahren werden soll. Termin beim Zoll verspätet sich um eine Woche weil irgendwo ein Feiertag drin war. Zolltermin ist ein Desaster. Man lässt mich fast fünf Stunden in der Innstadt auf dem Gehweg vor dem Office waren - viele nette Gespräche! - um dann nach einigen Meetings zu Beschließen das es wie besprochen nicht geht. Gezeter mit dem Alutank der so nicht paßt, von mir dann innen zerflext wird, neu zum schweißen geht, dann nicht dicht ist und nochmal geschweißt wird. Nach einigen Telefonaten und Bitten in Briefform bekomme ich ein Schreiben zum Carnet daß ich das Land mit der Twin verlassen darf.
Zum Abfahrtszeitpunkt wird das Wetter wieder trockener aber auch kälter. LOS GEHT'S.
Nachdem die Twin ewig schon in Südafrika war hatte ich mit dem Zoll gesprochen wie ich die wieder mit nach Europa nehmen kann und mir wurde versichert dass ich nur das Carnet bringen muß und bei der Vorführung vom Fahrzeug wird dieses dann abgestempelt. Im Februar nochmal angefragt und sogar schriftlich bekommen das alles wie besprochen passieren wird.
Nach Ankunft Anfang Juni in Kapstadt ist am der Twin nix gemacht worden. Garnix. Somit ist schnelles Losfahren nicht drin. Also nochmal grossen/grosses Service und, fatalerweise, die Idee den Alu-Seitentank anzubauen. Weil, es ist ja Afrika wo gefahren werden soll. Termin beim Zoll verspätet sich um eine Woche weil irgendwo ein Feiertag drin war. Zolltermin ist ein Desaster. Man lässt mich fast fünf Stunden in der Innstadt auf dem Gehweg vor dem Office waren - viele nette Gespräche! - um dann nach einigen Meetings zu Beschließen das es wie besprochen nicht geht. Gezeter mit dem Alutank der so nicht paßt, von mir dann innen zerflext wird, neu zum schweißen geht, dann nicht dicht ist und nochmal geschweißt wird. Nach einigen Telefonaten und Bitten in Briefform bekomme ich ein Schreiben zum Carnet daß ich das Land mit der Twin verlassen darf.
Zum Abfahrtszeitpunkt wird das Wetter wieder trockener aber auch kälter. LOS GEHT'S.
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Zuletzt geändert von daleipi am Di 17. Sep 2013, 13:23, insgesamt 1-mal geändert.
- daleipi
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Re: Cape Town - Khartoum
In Hout Bay hat es länger gedaurt bis ich losgekommen bin. War um kurz vor sechs wach, Abfahrt war aber erst gegen neun. Toll!
Hinter Kapstadt ist es dann sehr windig geworden und auf der Brücke vor dem Hugenottentunnel hat es mich dann um eineinhalb Spuren versetzt. War schon sehr nahe an der äußere Leitplanke. Vor dem Berg kommt der Wind durch eine Art Düse. Da werden dann schon mal Lastzüge umgeworfen die Richtung Kapstat aus dem Tunnel kommen. Weiten der N1 entlang und es ist KAAAALT!
In unserem Lieblingscafe halte ich an und wärme mich mal neben dem Bollerofen auf. Nach einem späten Frühstück ziehe ich mir noch einen Pullover an und fahre weiter. Ich kenn die Strecke gut, bin sie schon oft mit dem Auto und Motorrad gefahren. Ich mach mir so Gedanken wie ich zur Einschulung von meinem Sohn wieder in Österreich sein werd. Mit oder ohne Motorrad. Ich hab ihm versprochen dass ich da bin und da führt kein Weg dran vorbei.
Bis kurz nach der Dämmerung schaff ich es dann doch noch nach Britstown. Ein kleines nettes Nest mit dem tollen Trans Karoo Hotel. Ich bleib erstmal über eine Stunde in der sehr warmen Badewanne bevor ich zum Essen geh.
Am Nächsten Morgen geht es bei Kälte weiter nach Kimberley. In der Stadt ist es richtig warm und ich steh natürlich im Stau. Mit allen Klamooten für Kälte an. Eh klar! Danach weiter nach Norden und der Wind wird brutal. Alle Straßen aufgerissen und einseitige Abfertigung durch die Baustellen. Staub überall. Weitsicht nicht möglich. Am Abend bin ich dann in Mafikeng kurz vor der Grenze zu Botswana.
Nach der geruhsamen Nacht geht es am Morgen über die Grenze jedoch nicht ohne Halligalli beim Zoll. Der kapiert in Sudafrika nicht warum da kein Einfuhrstempel drin ist und vergewissert sich, trotz Begleitschreiben vom Hauptzoll in Kapstadt, erst einmal telefonisch dort und das dauert.
Auf der Botswana-Seite wollen sie dann das Carnet nicht stempeln weil die Südafrikaner alles falsch gemacht haben. DIE hätten nix stempeln dürfen weil es doch eine Zollunion ist und blablabal. Technisch korrekt aber das hier ist doch Africa Leute. Das kapiert auch dann der Zollchef und stempelt mein Carnet perlönlich.
Hinter dem ersten Ort in Botswana dann auch eine kilometerlange 60er Zone und - tata - eine Video-Laser-Kombination. Also erstmal absitzen, Video anschauen und verhandeln. Nein, Quittung brauch ich nicht, ja halber Preis ist OK. Welcome to Botswana. Vorbei an der Haupstadt und rauf nach Francistown. Komme wieder im Dunklen an. Das GPS mit T4A zeigt alle Unterkünfte genau da an wo sie nicht sind. Durchfragen. Am Campingplatz wird's dann toll. Ich fahr durch das spärliche Gras und GENAU DA wo ich umdrechen will und das Vorderrad kräftig einschlage ist, man mag es nicht glauben, ein Sandloch. Warum? Weil genau da das Grillfeuer hinsoll. Hab ich aber im Dunkeln nicht gesehen. Ergebnis: in Sekundenbruchteilen rutscht das Vorderrad weg und die Dicke liegt neben mir auf dem Boden. Fertig vom Fahrtag nehm ich das Gepäck runter und stell sie wieder auf. Ein Mordsakt weil die Kiste immer wieder wegrutscht. War sicher der beste Platz überhaupt zum Umfallen. Nicht nachmachen!
Hinter Kapstadt ist es dann sehr windig geworden und auf der Brücke vor dem Hugenottentunnel hat es mich dann um eineinhalb Spuren versetzt. War schon sehr nahe an der äußere Leitplanke. Vor dem Berg kommt der Wind durch eine Art Düse. Da werden dann schon mal Lastzüge umgeworfen die Richtung Kapstat aus dem Tunnel kommen. Weiten der N1 entlang und es ist KAAAALT!
In unserem Lieblingscafe halte ich an und wärme mich mal neben dem Bollerofen auf. Nach einem späten Frühstück ziehe ich mir noch einen Pullover an und fahre weiter. Ich kenn die Strecke gut, bin sie schon oft mit dem Auto und Motorrad gefahren. Ich mach mir so Gedanken wie ich zur Einschulung von meinem Sohn wieder in Österreich sein werd. Mit oder ohne Motorrad. Ich hab ihm versprochen dass ich da bin und da führt kein Weg dran vorbei.
Bis kurz nach der Dämmerung schaff ich es dann doch noch nach Britstown. Ein kleines nettes Nest mit dem tollen Trans Karoo Hotel. Ich bleib erstmal über eine Stunde in der sehr warmen Badewanne bevor ich zum Essen geh.
Am Nächsten Morgen geht es bei Kälte weiter nach Kimberley. In der Stadt ist es richtig warm und ich steh natürlich im Stau. Mit allen Klamooten für Kälte an. Eh klar! Danach weiter nach Norden und der Wind wird brutal. Alle Straßen aufgerissen und einseitige Abfertigung durch die Baustellen. Staub überall. Weitsicht nicht möglich. Am Abend bin ich dann in Mafikeng kurz vor der Grenze zu Botswana.
Nach der geruhsamen Nacht geht es am Morgen über die Grenze jedoch nicht ohne Halligalli beim Zoll. Der kapiert in Sudafrika nicht warum da kein Einfuhrstempel drin ist und vergewissert sich, trotz Begleitschreiben vom Hauptzoll in Kapstadt, erst einmal telefonisch dort und das dauert.
Auf der Botswana-Seite wollen sie dann das Carnet nicht stempeln weil die Südafrikaner alles falsch gemacht haben. DIE hätten nix stempeln dürfen weil es doch eine Zollunion ist und blablabal. Technisch korrekt aber das hier ist doch Africa Leute. Das kapiert auch dann der Zollchef und stempelt mein Carnet perlönlich.
Hinter dem ersten Ort in Botswana dann auch eine kilometerlange 60er Zone und - tata - eine Video-Laser-Kombination. Also erstmal absitzen, Video anschauen und verhandeln. Nein, Quittung brauch ich nicht, ja halber Preis ist OK. Welcome to Botswana. Vorbei an der Haupstadt und rauf nach Francistown. Komme wieder im Dunklen an. Das GPS mit T4A zeigt alle Unterkünfte genau da an wo sie nicht sind. Durchfragen. Am Campingplatz wird's dann toll. Ich fahr durch das spärliche Gras und GENAU DA wo ich umdrechen will und das Vorderrad kräftig einschlage ist, man mag es nicht glauben, ein Sandloch. Warum? Weil genau da das Grillfeuer hinsoll. Hab ich aber im Dunkeln nicht gesehen. Ergebnis: in Sekundenbruchteilen rutscht das Vorderrad weg und die Dicke liegt neben mir auf dem Boden. Fertig vom Fahrtag nehm ich das Gepäck runter und stell sie wieder auf. Ein Mordsakt weil die Kiste immer wieder wegrutscht. War sicher der beste Platz überhaupt zum Umfallen. Nicht nachmachen!
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Zuletzt geändert von daleipi am Di 17. Sep 2013, 15:26, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Cape Town - Khartoum
Am nächsten Morgen erstmal die Twin entsandet und die Werkzeugfächer am Motorschutz ausgebeult. Den Alutank hat es auch etwas erwischt. Er leckt ganz leicht. Egal. Weiter!
Grobrichtung Nord und es wird wärmer. Im oberen Teil von Botswana wird die ganze Straße modernisiert und einige zig Kilometer auf Nebenstrecken neben der Baustelle. Ich treffe drei Konvois von Allradfahrzeugen. Alle voll mit Aufklebern. In Malawi erfahre ich dass zwei Fun Rallyes abgesagt worden sind weil ein Teil von Mozambique nicht mehr ohne Polizeibegleitung und nur noch im Konvoi befahren werden kann. Letzts Jahr als wir dort mit unserem Land Cruiser waren war noch alles OK.
Die Grenze nach Zambia ist auf der Botswana-Seite einfach. Vorbeifahren an sicher hunder LKWs die da warten weil die kleine Fähre über den Grenzfluß immer nur einen LKW mitnehmen kann. Nach dem Papierkram - diesmal supereasy - fahr ich rüber mit der Fähre weil ein Motorrad paßt immer drauf. In Zambia dann wieder der gewohnte Behördenmarathon: Carnet, Versicherung, Carbon Tax, Road usage Fee, Community Levy. Alles in anderen Gebäuden. Die ganze Grenze Baustelle und über 40 Grad im nicht vorhandenen Schatten.
Es geht aber alles gut und ich schaff es noch bei Sonnenschein nach Livingstone. Hole mir neues Geld (die haben die letzten drei Nulen gestrichen) und Fahre zum Campground an den Zambesi. Am nächsten Tag hol ich mir im Ort noch die Yellow Card. Die beinhaltet die Versicherungen für die nächsten Staaten. Ein Muß denn sonst wird man hinter jeder Grenze neu abgezockt. Der weg in die Hauptstadt Lusaka ist nicht so weit und ich schaff es genau in den Berufsverkehr am Freitag abend. Ist aber ganz lustig. Kurz vor Lusaka mache ich auch wieder Bekanntschaft mit den Teerverwerfungen. Die LKW machen bei starker Hitzte richtige Aufwerfungen in Fahrtrichtung. Diese 'Würstel' sind teilweise mehrere hundert Meter land und so bis zu 15 cm hoch. Spurwechsel sind nicht langweilig. Nach einer Nacht in Lusaka fahr ich eine der längsten Etappen durch bis Chipata. Dort läuft mir dann ein Hund ins Motorrad. Erst liegt er am Straßenrand und schaut mir zu und als ich nahe dran bin rennt er mit Vollgas über die Strasse. Bremsen macht keinen Sinn also dreh ich auch voll auf. Es tut einen Riesenschalg und ich fahr kurz nur auf dem Vorderrad und dann ist wieder alles ruhig. NICHT ANHALTEN. Es werden täglich hunderte Hunde überfahren aber wenn man als Weisser Ausländer anhält war es plötzlich der wertvollste Hund der Welt und man muß kräftig zahlen. Später schau ich mir die Twin an. Ich hab gedacht der Hätte die Gabel erwischt weil der Lenker leicht schief auf der Gabelbrücke ist aber anscheinen ist er genau hinter dem Vorderrad in den Motorschutz gelaufen.
Am frühen Abend bin ich dann in Chipata am Campingplatz
Grobrichtung Nord und es wird wärmer. Im oberen Teil von Botswana wird die ganze Straße modernisiert und einige zig Kilometer auf Nebenstrecken neben der Baustelle. Ich treffe drei Konvois von Allradfahrzeugen. Alle voll mit Aufklebern. In Malawi erfahre ich dass zwei Fun Rallyes abgesagt worden sind weil ein Teil von Mozambique nicht mehr ohne Polizeibegleitung und nur noch im Konvoi befahren werden kann. Letzts Jahr als wir dort mit unserem Land Cruiser waren war noch alles OK.
Die Grenze nach Zambia ist auf der Botswana-Seite einfach. Vorbeifahren an sicher hunder LKWs die da warten weil die kleine Fähre über den Grenzfluß immer nur einen LKW mitnehmen kann. Nach dem Papierkram - diesmal supereasy - fahr ich rüber mit der Fähre weil ein Motorrad paßt immer drauf. In Zambia dann wieder der gewohnte Behördenmarathon: Carnet, Versicherung, Carbon Tax, Road usage Fee, Community Levy. Alles in anderen Gebäuden. Die ganze Grenze Baustelle und über 40 Grad im nicht vorhandenen Schatten.
Es geht aber alles gut und ich schaff es noch bei Sonnenschein nach Livingstone. Hole mir neues Geld (die haben die letzten drei Nulen gestrichen) und Fahre zum Campground an den Zambesi. Am nächsten Tag hol ich mir im Ort noch die Yellow Card. Die beinhaltet die Versicherungen für die nächsten Staaten. Ein Muß denn sonst wird man hinter jeder Grenze neu abgezockt. Der weg in die Hauptstadt Lusaka ist nicht so weit und ich schaff es genau in den Berufsverkehr am Freitag abend. Ist aber ganz lustig. Kurz vor Lusaka mache ich auch wieder Bekanntschaft mit den Teerverwerfungen. Die LKW machen bei starker Hitzte richtige Aufwerfungen in Fahrtrichtung. Diese 'Würstel' sind teilweise mehrere hundert Meter land und so bis zu 15 cm hoch. Spurwechsel sind nicht langweilig. Nach einer Nacht in Lusaka fahr ich eine der längsten Etappen durch bis Chipata. Dort läuft mir dann ein Hund ins Motorrad. Erst liegt er am Straßenrand und schaut mir zu und als ich nahe dran bin rennt er mit Vollgas über die Strasse. Bremsen macht keinen Sinn also dreh ich auch voll auf. Es tut einen Riesenschalg und ich fahr kurz nur auf dem Vorderrad und dann ist wieder alles ruhig. NICHT ANHALTEN. Es werden täglich hunderte Hunde überfahren aber wenn man als Weisser Ausländer anhält war es plötzlich der wertvollste Hund der Welt und man muß kräftig zahlen. Später schau ich mir die Twin an. Ich hab gedacht der Hätte die Gabel erwischt weil der Lenker leicht schief auf der Gabelbrücke ist aber anscheinen ist er genau hinter dem Vorderrad in den Motorschutz gelaufen.
Am frühen Abend bin ich dann in Chipata am Campingplatz
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Re: Cape Town - Khartoum
Nach Chipata geht es über die Grenze nach Malawi. Dorst sind wir letztes Jahr am See fast nicht mehr vom Campground weggekommen weil es so schön war. Nach fast zwei Wochen mußten wir uns zwingen weiterzufahren. Diesmal fahre ich aber direkt in die nördliche Verwaltungshaupstat Mzuzu. Auf keinen Fall will ich in die Näche der Hauptstadt Lilongwe. Ich kann Lilongwe nicht ausstehen. Alles ziemlich fertig, die Werkstätten waren immer ziemlich nicht so gut und überhaupt haben wir uns alle das letze Mal dort den Magen verdorben, aber richtig.
Das Beste in Malawi neben dem See und den freundlichen Menschen ist Rab's Peanut Butter. Ich hab das Zeugs in vielen Ländern auf verschiedenen Kontinenten probiert aber sooooo gut wie die war bis jetzt keine.
Die Fahrt nach Mzuzu ist einfach. Sonntags ist kaum Verkehr und der Teer ist zwar alt aber in einem super Zustand. Als ich wieder auf die Hauptstraße durch's Land komme - natürlich mit einigen Polizeikontrollen -geht es langsam in die Berge. Die Fahrt in Höhen um die 1800m ist wieder einmal: KALT. Die Arbeiter in den Holzfällercamps schauen mich an wie ein Ufo. Die sitzen da mit Parkas, Wollmützen und wärmen sich am Feuer und ich komm da einfach vorbeigefahren. Freiwillig wahrscheinlich. Wie kann man nur so doof sein...
Etwas außerhalb von Mzuzu fahren ich zum Lake View Ridge Resort von Allan. Dort waren wir auch letztes Jahr. Er hat zwei Häuser und ein nettes Restaurant in absolut ruhiger Lage. Ich hatte gehofft dass die günstigeren Zimmer fertig wären aber leider ist dem nicht so. So bekomme ich für einen guten Preis eines der zwei Häuser ganz für mich allein. Hier mache ich meinen ersten Pausentag nach einer Woche auf Achse. Waschen, Lenker anders einstellen, Twin durchschauen, viel schlafen. Nach zwei Nächten geht es hoch nach Tansania. Erst wollte ich in Grenznähe nochmal übernachten aber nachdem die Strecke gut zu fahren ist nehm ich die Bergstrecke nach der Grenze gleich noch mit und komme so noch zu guter Zeit nach Mbeya. Wenn man nach Mbeya kommt sieht alles fürchterlich aus. Nur Autos, Shops und Händler. Viel zu viele Leute und Autos. Der eigentlich Ort liegt aber abseits vom TransAfricaHighway und ist ganz nett. Ich fahre durch den Ort und finde ein nettes kleines supersauberes Hotel für ganz kleines Geld. Nett!
Am nächsten Tag geht es dann weiter Richtung Nordost. Kurz hinter Mbeya dann schon der erste Unfall. Einer von den wahnsinnigen Busfahrern hat mal wieder blind überholt und ist dann , einer Kollision ausweichend einfach mal 'rechts rangefahren'. Der große Bus in Trümmern. Überall sitzen und liegen Leute und jammern. Ein typisches Bild in Tansania. Leider. Und hier kommen auch bald die tansanischen Teerwürstel. Bis zu zwanszig Zentimeter hohe in Fahrtrichtung verlaufende Aufwerfungen. Spassig. Die Fahrt durch das Baobab Valley ist super weil das Licht so toll ist und wenig Verkehr dazu. Hier gibt es millionen Baobabs. Die ganzen Hänge der Berge und das gesamte Tal sind voll von den Bäumen. Am Ende des Tals ist Mikumi und da niste ich mich für die nächste Übernachtung ein.
Das Beste in Malawi neben dem See und den freundlichen Menschen ist Rab's Peanut Butter. Ich hab das Zeugs in vielen Ländern auf verschiedenen Kontinenten probiert aber sooooo gut wie die war bis jetzt keine.
Die Fahrt nach Mzuzu ist einfach. Sonntags ist kaum Verkehr und der Teer ist zwar alt aber in einem super Zustand. Als ich wieder auf die Hauptstraße durch's Land komme - natürlich mit einigen Polizeikontrollen -geht es langsam in die Berge. Die Fahrt in Höhen um die 1800m ist wieder einmal: KALT. Die Arbeiter in den Holzfällercamps schauen mich an wie ein Ufo. Die sitzen da mit Parkas, Wollmützen und wärmen sich am Feuer und ich komm da einfach vorbeigefahren. Freiwillig wahrscheinlich. Wie kann man nur so doof sein...
Etwas außerhalb von Mzuzu fahren ich zum Lake View Ridge Resort von Allan. Dort waren wir auch letztes Jahr. Er hat zwei Häuser und ein nettes Restaurant in absolut ruhiger Lage. Ich hatte gehofft dass die günstigeren Zimmer fertig wären aber leider ist dem nicht so. So bekomme ich für einen guten Preis eines der zwei Häuser ganz für mich allein. Hier mache ich meinen ersten Pausentag nach einer Woche auf Achse. Waschen, Lenker anders einstellen, Twin durchschauen, viel schlafen. Nach zwei Nächten geht es hoch nach Tansania. Erst wollte ich in Grenznähe nochmal übernachten aber nachdem die Strecke gut zu fahren ist nehm ich die Bergstrecke nach der Grenze gleich noch mit und komme so noch zu guter Zeit nach Mbeya. Wenn man nach Mbeya kommt sieht alles fürchterlich aus. Nur Autos, Shops und Händler. Viel zu viele Leute und Autos. Der eigentlich Ort liegt aber abseits vom TransAfricaHighway und ist ganz nett. Ich fahre durch den Ort und finde ein nettes kleines supersauberes Hotel für ganz kleines Geld. Nett!
Am nächsten Tag geht es dann weiter Richtung Nordost. Kurz hinter Mbeya dann schon der erste Unfall. Einer von den wahnsinnigen Busfahrern hat mal wieder blind überholt und ist dann , einer Kollision ausweichend einfach mal 'rechts rangefahren'. Der große Bus in Trümmern. Überall sitzen und liegen Leute und jammern. Ein typisches Bild in Tansania. Leider. Und hier kommen auch bald die tansanischen Teerwürstel. Bis zu zwanszig Zentimeter hohe in Fahrtrichtung verlaufende Aufwerfungen. Spassig. Die Fahrt durch das Baobab Valley ist super weil das Licht so toll ist und wenig Verkehr dazu. Hier gibt es millionen Baobabs. Die ganzen Hänge der Berge und das gesamte Tal sind voll von den Bäumen. Am Ende des Tals ist Mikumi und da niste ich mich für die nächste Übernachtung ein.
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Re: Cape Town - Khartoum
Von Mikumi will ich hoch nach Korogwe. Dar lasse ich aus. Ist ein einziges wenn auch interessantes Verkehrschaos. In Dar haben wir letztes Jahr auch eine Woche verbracht inkl. Flug und Aufenthalt auf Zanzibar. Die Fahrt ist ziemlich ereignislos und geht so dahin. Wenig Verkehr auf guten Teerstraßen. Oben im Norden sind die Straßen ganz neu aber noch nicht alle Abschnitte sind mit gleich viel Teerdecken versehen so daß es ab und zu nette Stufen gibt. Letztes Jahr war hier noch alles Baustelle.
Beim Tanken in Korogwe frage ich rum ob ich noch weiterfahren könnte. Bis Sonnenuntergang sind es noch so um die zwei Stunden. Alle meinen das es bis Same kein Problem ist. Nicht mehr weit, einfach zu fahren. OK. Leider hat keier erwähnt dass 2/3 der Strecke Baustelle sind. Jetzt hatte ich alles: Wellblech, Staub von den vielen LKW, Schlamm (gegen den Staub wird alles gewässert), Sandpassagen (hasse ich), lockere Kiesschichten. Und weil's gar so langweilig war dann noch die untergehende Sonne genau von vorn. Tiefstehend natürlich. Zwischendrin war dann ein paar Kilometer ein super neues fein geteertes Stück und dann wieder ewig Baustelle. Irgendwann war es dann auch finster und ich war noch immer 70 km vor Same. Irgendwann kam dann wieder die alte etwas mitgenommene Teerstraße und ich bin dann mit offenem Visier (verstaubt, verdreckt) und zusammengekniffenen Augen mit max. 50 km/h nach Same. Der Ort sah jetzt nicht so freundlich aus aber am Ortsausgang war ein neues Hotel. Wieder einmal günstig, sauber und super essen.
Nach einer Nacht wollte ich dann Leute auf der Hatari Lodge besuchen. Kurz vor Arusha bin ich dann abgebogen bis zum Arusha Nationalpark. Der wird alle paar Minuten von Einheimischen mit Motorrädern durchquert. Aber NUR von denen. Motorräder sind gänzlich und überhaupt verboten im Nationalpark. Und wenn sie erlaubt wären muß ich zum queren (ein paar Kilometer) die volle Touristengebühr zzgl. Fahrzeugkosten für einen Tag bezahlen. Das ist mir dann doch zu blöd. Es gibt noch einen anderen Weg auf der anderen Seite von Arusha aber das sind viele Kilometer Umweg durch staubigste Pisten. Ich überleg da noch drauf rum ob ich nicht doch vielleicht..... Und dann bin ich an der Abzweigung auch schon vorbei und laß es gut laufen in Richtung Grenze.
Die Grenze ist auch absolut einfach zu nehmen und schon bin ich in Kenya. Und weil's so gut geht fahr ich mal weiter und schaffe es mal wieder pünktlich zum Freitag Feierabendverkehr in eine Hauptstadt. Nairobi hat da wesentlich mehr zu bieten als Lusaka. Mehr Autos, mehr Stau, mehr Hitze. Mehr einfach. Im Dunkeln finde ich dann auch die Jungle Junction von Chris Handschuh und nehme mir ein Zimmer da der ganze Campingplatz von Japanern übervölkert ist. Am kommenden Samstag wollte ich abhängen aber nachdem ich erfahre dass die Werkstatt von Chris am Sonntag zu ist mache ich noch einen Service bei der Twin. Sonntag wird dann ganz ruhig und ich gehe mal ins Kino. Montag Morgen auf die Botschaft vom Sudan, Visum beantragen. Schnell und schmerzlos. Ich soll das Visum am nächsten Morgen abholen. Glaube allerdings nicht so rech dran. Funktioniert aber! So fahre ich am Dienstag Mittag weiter nach Norden zu unseren Freunden außerhalb von Nanjuki auf die Farm.
Beim Tanken in Korogwe frage ich rum ob ich noch weiterfahren könnte. Bis Sonnenuntergang sind es noch so um die zwei Stunden. Alle meinen das es bis Same kein Problem ist. Nicht mehr weit, einfach zu fahren. OK. Leider hat keier erwähnt dass 2/3 der Strecke Baustelle sind. Jetzt hatte ich alles: Wellblech, Staub von den vielen LKW, Schlamm (gegen den Staub wird alles gewässert), Sandpassagen (hasse ich), lockere Kiesschichten. Und weil's gar so langweilig war dann noch die untergehende Sonne genau von vorn. Tiefstehend natürlich. Zwischendrin war dann ein paar Kilometer ein super neues fein geteertes Stück und dann wieder ewig Baustelle. Irgendwann war es dann auch finster und ich war noch immer 70 km vor Same. Irgendwann kam dann wieder die alte etwas mitgenommene Teerstraße und ich bin dann mit offenem Visier (verstaubt, verdreckt) und zusammengekniffenen Augen mit max. 50 km/h nach Same. Der Ort sah jetzt nicht so freundlich aus aber am Ortsausgang war ein neues Hotel. Wieder einmal günstig, sauber und super essen.
Nach einer Nacht wollte ich dann Leute auf der Hatari Lodge besuchen. Kurz vor Arusha bin ich dann abgebogen bis zum Arusha Nationalpark. Der wird alle paar Minuten von Einheimischen mit Motorrädern durchquert. Aber NUR von denen. Motorräder sind gänzlich und überhaupt verboten im Nationalpark. Und wenn sie erlaubt wären muß ich zum queren (ein paar Kilometer) die volle Touristengebühr zzgl. Fahrzeugkosten für einen Tag bezahlen. Das ist mir dann doch zu blöd. Es gibt noch einen anderen Weg auf der anderen Seite von Arusha aber das sind viele Kilometer Umweg durch staubigste Pisten. Ich überleg da noch drauf rum ob ich nicht doch vielleicht..... Und dann bin ich an der Abzweigung auch schon vorbei und laß es gut laufen in Richtung Grenze.
Die Grenze ist auch absolut einfach zu nehmen und schon bin ich in Kenya. Und weil's so gut geht fahr ich mal weiter und schaffe es mal wieder pünktlich zum Freitag Feierabendverkehr in eine Hauptstadt. Nairobi hat da wesentlich mehr zu bieten als Lusaka. Mehr Autos, mehr Stau, mehr Hitze. Mehr einfach. Im Dunkeln finde ich dann auch die Jungle Junction von Chris Handschuh und nehme mir ein Zimmer da der ganze Campingplatz von Japanern übervölkert ist. Am kommenden Samstag wollte ich abhängen aber nachdem ich erfahre dass die Werkstatt von Chris am Sonntag zu ist mache ich noch einen Service bei der Twin. Sonntag wird dann ganz ruhig und ich gehe mal ins Kino. Montag Morgen auf die Botschaft vom Sudan, Visum beantragen. Schnell und schmerzlos. Ich soll das Visum am nächsten Morgen abholen. Glaube allerdings nicht so rech dran. Funktioniert aber! So fahre ich am Dienstag Mittag weiter nach Norden zu unseren Freunden außerhalb von Nanjuki auf die Farm.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Cape Town - Khartoum
Von Nanyuki geht es immer nach Norden zur 'Road from Hell' wie sie früher immer hieß.
Bis Archers Post ist alles wie immer, guter Teer. Jetzt ist ein großer Teil der Strecke nach Marsabit auch schon geteert. Man fährt hier oben aber schon einsamer.
Und dann: Der Teer hört auf und der alte Streckenabschnitt beginnt. Wellblechpiste wechselt sich mit Pulversand ab. Ab und zu mal lockerer Kies und dann und wann ein paar gröbere Steine bis Felsbrocken eingestreut. Wenn man kein Rennen fährt geht es doch erstaunlich gut weiter. Zwischendrin ist mal der Grader unterwegs was mir allerdings weniger gefällt. Lieber habe ich eine berechenbare Wellblech/Waschbrettpiste als das glatte Zeugs wo man nie weiß wie fest oder locker es gerade ist. Ich fahr soweit ich komme doch bei Einbruch der Dunkelheit komme ich immer mehr in lange Pulversand-Passagen die mir garnicht gefallen. Gerade als mir der letzte Spaß vergeht ist neben mir die Einfahrt zu einem Nationalpark und wie in Kenya üblich eine Rangerstation. Die sind üblicherweise sehr simpel gehalten. Nach ein paar Nachfragen per Funk in der Haupstelle kann ich dort mein Zelt aufbauen. Zudem bekomme ich einen Kanister mit 10 Liter Wasser. Einen Brunnen oder Wasserstelle gibt es nicht. Es wird ein langer Abend mit vielen Geschichten.
Am nächsten Tag fahre ich den Rest der Strecke nach Marsabit. Die 'Straßen' bestehen nur aus zerriebenen Sand. Überall rotbraunes Pulver dass bei jeder Überfahrung in der Luft rumwirbelt. Oben am Hügel ist die Parkverwaltung bei der ich meine Campinggebühr bezahle. Dort treffe ich auch eine Gruppe Motorradfahrer aus Nairobi. Die machen eine 9-Tage-Tour Nairobi-Lake Turkana-Marsabit-Nairobi. Einer spricht mich in akzentfreiem Deutsch an. Er ist Mechanikermeister in Nairobi beim dortigen Beta-Händler. Als er von Deutschland nach Nairobi ist hat er seine Twin mitgebracht die er dort ausfährt.
Von Marsabit nach Moyale ist die Strecke meist sehr einsam. Kaum jemand zu sehen. Meist Staubpiste, Wellblech und diese blöden Pulversand-Passagen. Eine davon nehme ich falsch, das Vorderrad springt hin und her und einmal zu weit und ich liege quer zur Fahrbahn. Die Twin auf meinem Fuß. Jetzt wird mir auch wieder klar warum die kleinen Schläuche unten an den Tank gehören: Ohne diese tropft bei entsprechender Schräglage das überlaufende Benzin direkt auf das Verbindungsrohr vom Auspuff. Also raus mit dem Fuß, runter mit dem Gepäck und auf mit der Dicken. Geht erstaunlich gut. Noch einmal legt sich die Twin hin aber das im Semi-Schritttempo als ich meine mal einen anderen Weg probieren zu müssen rutscht sie mir einfach im lockeren Sand seitlich weg. Hatte ich so auch noch nicht! Zwischen Marsabit und Moyale sind die Chinesen auch fleißig dabei alles zu teeren. Immer wieder überholen mich diese riesigen Baulaster. Soviel Staub habe ich bis jetzt noch nie irgendwo abbekommen. Einmal ist die Straße wegen einer anstehenden Sprengung gesperrt die aber wieder abbgeblasen wird. Irgendwie schaffe ich es bis zum Abend noch nach Moyale. Die Strecke war jetzt keine Road from Hell sonder eine ziemlich normale Piste mit ein paar nicht so schönen Einlagen. Mehr als die Hälfte sind inzwischen Baustellenumfahrungen aus einfach gegradertem Kies. Nicht unbedingt besser als eine richtige Piste aber halt anders. In ein paar Jahren ist da alles geteert.
In Moyale gehe ich ins Muslim Guest House und lege mich ab.
Bis Archers Post ist alles wie immer, guter Teer. Jetzt ist ein großer Teil der Strecke nach Marsabit auch schon geteert. Man fährt hier oben aber schon einsamer.
Und dann: Der Teer hört auf und der alte Streckenabschnitt beginnt. Wellblechpiste wechselt sich mit Pulversand ab. Ab und zu mal lockerer Kies und dann und wann ein paar gröbere Steine bis Felsbrocken eingestreut. Wenn man kein Rennen fährt geht es doch erstaunlich gut weiter. Zwischendrin ist mal der Grader unterwegs was mir allerdings weniger gefällt. Lieber habe ich eine berechenbare Wellblech/Waschbrettpiste als das glatte Zeugs wo man nie weiß wie fest oder locker es gerade ist. Ich fahr soweit ich komme doch bei Einbruch der Dunkelheit komme ich immer mehr in lange Pulversand-Passagen die mir garnicht gefallen. Gerade als mir der letzte Spaß vergeht ist neben mir die Einfahrt zu einem Nationalpark und wie in Kenya üblich eine Rangerstation. Die sind üblicherweise sehr simpel gehalten. Nach ein paar Nachfragen per Funk in der Haupstelle kann ich dort mein Zelt aufbauen. Zudem bekomme ich einen Kanister mit 10 Liter Wasser. Einen Brunnen oder Wasserstelle gibt es nicht. Es wird ein langer Abend mit vielen Geschichten.
Am nächsten Tag fahre ich den Rest der Strecke nach Marsabit. Die 'Straßen' bestehen nur aus zerriebenen Sand. Überall rotbraunes Pulver dass bei jeder Überfahrung in der Luft rumwirbelt. Oben am Hügel ist die Parkverwaltung bei der ich meine Campinggebühr bezahle. Dort treffe ich auch eine Gruppe Motorradfahrer aus Nairobi. Die machen eine 9-Tage-Tour Nairobi-Lake Turkana-Marsabit-Nairobi. Einer spricht mich in akzentfreiem Deutsch an. Er ist Mechanikermeister in Nairobi beim dortigen Beta-Händler. Als er von Deutschland nach Nairobi ist hat er seine Twin mitgebracht die er dort ausfährt.
Von Marsabit nach Moyale ist die Strecke meist sehr einsam. Kaum jemand zu sehen. Meist Staubpiste, Wellblech und diese blöden Pulversand-Passagen. Eine davon nehme ich falsch, das Vorderrad springt hin und her und einmal zu weit und ich liege quer zur Fahrbahn. Die Twin auf meinem Fuß. Jetzt wird mir auch wieder klar warum die kleinen Schläuche unten an den Tank gehören: Ohne diese tropft bei entsprechender Schräglage das überlaufende Benzin direkt auf das Verbindungsrohr vom Auspuff. Also raus mit dem Fuß, runter mit dem Gepäck und auf mit der Dicken. Geht erstaunlich gut. Noch einmal legt sich die Twin hin aber das im Semi-Schritttempo als ich meine mal einen anderen Weg probieren zu müssen rutscht sie mir einfach im lockeren Sand seitlich weg. Hatte ich so auch noch nicht! Zwischen Marsabit und Moyale sind die Chinesen auch fleißig dabei alles zu teeren. Immer wieder überholen mich diese riesigen Baulaster. Soviel Staub habe ich bis jetzt noch nie irgendwo abbekommen. Einmal ist die Straße wegen einer anstehenden Sprengung gesperrt die aber wieder abbgeblasen wird. Irgendwie schaffe ich es bis zum Abend noch nach Moyale. Die Strecke war jetzt keine Road from Hell sonder eine ziemlich normale Piste mit ein paar nicht so schönen Einlagen. Mehr als die Hälfte sind inzwischen Baustellenumfahrungen aus einfach gegradertem Kies. Nicht unbedingt besser als eine richtige Piste aber halt anders. In ein paar Jahren ist da alles geteert.
In Moyale gehe ich ins Muslim Guest House und lege mich ab.
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Zuletzt geändert von daleipi am Di 17. Sep 2013, 17:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Cape Town - Khartoum
Nach einer Nacht fahr ich in der Früh über die Grenze nach Äthiopien. Ich tucker so rum als mich einer anschreit und die AK47 hochreißt. Ich halte gleich an, Handschuhe aus und Helm runter. Immer Gesicht zeigen! Er meint ich solle doch zur Immigration gehen. Als ich ihm zuschreie dass ich nicht weiss wo die wäre deutet er auf ein Gebäude das von der Straße zurückversetzt ist. OK, kein Problem. Danach zu Customs und hier wird das allererste mal das Motorrad überhaupt angeschaut. Zwar nur die Rahmennummer auf dem Typenschild aber immerhin. Als auch das erledigt ist denk ich mir: "Die Tuktuk's sind hier aber aggresiv, die fahren immer am Fahrbahnrand egal wo". Es verehen ein paar Minuten bis mir klar wird das hier Rechtsverkehr herrscht und ich der einzige bin der etwas "aggresiv" am Rand fährt. Ahemmm.....
Freundlich sind die Menschen nicht gerade und an der Straße werde ich das erste mal von Leuten in zivil überprüft. Sehr komisches Gefühl. Könnte ja jeder sein, es geht aber alles glatt. Passiert noch ein paarmal. Generell waren die Leute in Äthiopien eher aggresiv bis mürrisch. Bei der Durchfahrt von Orten werden mir so zum Spaß Ölkanister und sonstiges Zeugs vor's Visier gehalten damit ich nichts mehr sehen kann. Lustig! Gruppen von Jungs um die zwanzig rotten sich auf/an der Straße zusammen und blokieren diese damit man anhalten muß. Dabei wird mit langem Zeigefinger vor die Füße auf die Straße gedeutet und rumgeschriehen. HIER hat man zu halten. A-lecken! Einfach weiterfahren. Eine andere Unart ist folgendes: Kommt man in einen Ort fangen die Kinder an zu schreien "YOUYOUYOUYOUYOU!!!". Da wie in Süd- und Ostafrika üblich die Dörfer an der Straße entlangebaut sind hören natürlich die anderen Kinder und Erwachsenen das Geschrei. Ist man jetzt ein paar hundert Meter weiter fangen die dortigen an zu schreien und so weiter bis man durch den Ort durch ist.
Komischerweise hab ich aber in der ganzen Zeit keinen einzigen Stein abbekommen obwohl enige schon zum werfen angesetzt haben. Glück gehabt. Was überhaupt nicht ins Bild paßt ist das wenn man eine einzelne Person nach etwas fragt absolut freundlich und hilfsbereit eine Auskunft bekommt.
Auf äthiopischer Seite erstmal das Gleiche Bild: Chinesische Arbeiter bauen Teerstraßen. Also fahren auf teerumrandeten Löchern und Baustellen. Die Straße geht durch die Berge und ist voller Viecher und Leute. Hohe Geschwindigkeiten gehen nicht. Ich schaff es bis Yirga Cheffe einen der bekanntesten Orte für den Kaffeeanbau. Das Zimmer ist so naja und voller Mozzies daß ich mein Zelt im Zimmer auf dem Bett aufbaue. Hier nehm ich lokale Kost zu mir und die hält mich in der Nacht vom Schlafen ab. So fahr ich auch ohne Frühstück am nächsten Tag los und schaffe es bis Addis Ababa.
Dort bekomme ich ein kleines Zimmer mitten in der Stadt bei Wim's Holland Haus dem Treffpunkt für alle Holländer. Eigentlich gibt es garkein Zimmer aber eines wird für mich im Wohnhaus hergerichtet, wahrscheinlich weil ich so schlecht ausschaue. Hier bleibe ich drei Nächte und esse Tiefkühlpizza und Steak. Ich gehe zwischen den Regenschauern im Zentrum spazieren. Teilweise ist's hier wie in Italien. Überall Cafe's und kleine Supermärkte. Addis hat was. Als ich nachfrage ob es Sinn macht noch etwas zu warten um dem brutalen Regen zu entgehen ernte ich schallendes Gelächter: Die Regenzeit fängt gerade erst an. Es kann nur schlimmer werden. Toll! Äthiopien hat seine eigenen Jahreszeiten. Paßt gut weil es dort ja auch einen eigenen Kalender gibt (andere Jahreszahl, anderes Neujahr) und eine eigene Zeit. Um 18:00 ist es dort 12:00 Mittag. Zum Essen geht man dann um 2PM was 20:00 entspricht. Aufstehen um 01:00 Uhr (1AM) ist dann sieben in der Früh. Alles klar, oder? Ich fahre weiter nach Debre Markos und komme in ein Supergewitter. Sehen kann ich grad noch 2-3 Meter und es wird stockfinster. Visier ist schon lange offen und ich taste mich weiter über die Straße. In Debre Markos finde ich wieder ein billige und gutes Hotel. Das Zimmer setzte ich teilweise erstmal unter Wasser weil alles aus meinen Klamotten läuft.
Am nächsten Tag will ich eigentlich nur zum Lake Tana komme aber sehr zügig voran. Blöd ist nur dass fast keine Tankstelle Benzin hat. Nur Diesel. Ich fahre dann neben ein TukTuk die hier nach dem indischen Hersteller Bajaj (Badschadsch) heissen und deute auf den Tank. Dann werde ich zum lokalen Benzinverkäufer geführt der aus Kanistern den Brennstoff verkauft. Der war immer sauber und ungepanscht. Hat ja auch was.
Irgendwie schaffe ich's an dem Tag dann noch tatsächlich bis an die Grenze vom Sudan und übernachte das erste Mal in einem richtigen Rattenloch. Spinnen, Kakerlaken, Ameisen, Stechmücken, nette Gerüche und ein nettes Gewitter. Duschen fällt angesichts der Duschen aus und die Toilette....
Komischerweise hab ich aber in der ganzen Zeit keinen einzigen Stein abbekommen obwohl enige schon zum werfen angesetzt haben. Glück gehabt. Was überhaupt nicht ins Bild paßt ist das wenn man eine einzelne Person nach etwas fragt absolut freundlich und hilfsbereit eine Auskunft bekommt.
Auf äthiopischer Seite erstmal das Gleiche Bild: Chinesische Arbeiter bauen Teerstraßen. Also fahren auf teerumrandeten Löchern und Baustellen. Die Straße geht durch die Berge und ist voller Viecher und Leute. Hohe Geschwindigkeiten gehen nicht. Ich schaff es bis Yirga Cheffe einen der bekanntesten Orte für den Kaffeeanbau. Das Zimmer ist so naja und voller Mozzies daß ich mein Zelt im Zimmer auf dem Bett aufbaue. Hier nehm ich lokale Kost zu mir und die hält mich in der Nacht vom Schlafen ab. So fahr ich auch ohne Frühstück am nächsten Tag los und schaffe es bis Addis Ababa.
Dort bekomme ich ein kleines Zimmer mitten in der Stadt bei Wim's Holland Haus dem Treffpunkt für alle Holländer. Eigentlich gibt es garkein Zimmer aber eines wird für mich im Wohnhaus hergerichtet, wahrscheinlich weil ich so schlecht ausschaue. Hier bleibe ich drei Nächte und esse Tiefkühlpizza und Steak. Ich gehe zwischen den Regenschauern im Zentrum spazieren. Teilweise ist's hier wie in Italien. Überall Cafe's und kleine Supermärkte. Addis hat was. Als ich nachfrage ob es Sinn macht noch etwas zu warten um dem brutalen Regen zu entgehen ernte ich schallendes Gelächter: Die Regenzeit fängt gerade erst an. Es kann nur schlimmer werden. Toll! Äthiopien hat seine eigenen Jahreszeiten. Paßt gut weil es dort ja auch einen eigenen Kalender gibt (andere Jahreszahl, anderes Neujahr) und eine eigene Zeit. Um 18:00 ist es dort 12:00 Mittag. Zum Essen geht man dann um 2PM was 20:00 entspricht. Aufstehen um 01:00 Uhr (1AM) ist dann sieben in der Früh. Alles klar, oder? Ich fahre weiter nach Debre Markos und komme in ein Supergewitter. Sehen kann ich grad noch 2-3 Meter und es wird stockfinster. Visier ist schon lange offen und ich taste mich weiter über die Straße. In Debre Markos finde ich wieder ein billige und gutes Hotel. Das Zimmer setzte ich teilweise erstmal unter Wasser weil alles aus meinen Klamotten läuft.
Am nächsten Tag will ich eigentlich nur zum Lake Tana komme aber sehr zügig voran. Blöd ist nur dass fast keine Tankstelle Benzin hat. Nur Diesel. Ich fahre dann neben ein TukTuk die hier nach dem indischen Hersteller Bajaj (Badschadsch) heissen und deute auf den Tank. Dann werde ich zum lokalen Benzinverkäufer geführt der aus Kanistern den Brennstoff verkauft. Der war immer sauber und ungepanscht. Hat ja auch was.
Irgendwie schaffe ich's an dem Tag dann noch tatsächlich bis an die Grenze vom Sudan und übernachte das erste Mal in einem richtigen Rattenloch. Spinnen, Kakerlaken, Ameisen, Stechmücken, nette Gerüche und ein nettes Gewitter. Duschen fällt angesichts der Duschen aus und die Toilette....
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Zuletzt geändert von daleipi am Di 17. Sep 2013, 17:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Cape Town - Khartoum
So, die Grenze zum Sudan. Auf äthiopischer Seite ist die Grenze auf in der Früh. Aber nur auf für Locals. Immigration ist noch zu und vom Zoll weiss man nicht wann jemand kommt. Also warten. Irgendwann kommt jemand ins Büro der Immigration und stempelt meinen Paß. Keine Fingerabdruck Scans wie sonst an den Grenzen üblich? Nein, die Rechner sind noch nicht hochgefahren. OK. Warten auf den Zoll. Der kommt auch irgendwan und kümmert sich um mein Carnet aber...der Stempelmann ist noch nicht da. Der schläft noch. Aufgrund des Gewitters der letzten Nacht ist es noch immer kühl und das nutzen alle mal zum Schlafen. Verständlich. Dann rüber in den Sudan. Dort dauert die Immigration länger. Ich muß eine Kopie von meinem Paß auftreiben weil dort niemand den eigenen Kopierer hernehmen will. Also in den kleinen Suk und Kopierer finden. Geht alles irgendwie und mein Paß wird auch irgendwann gestempelt. Jetzt zum Zoll. Der Stempel im Carnet braucht fast eine Stunde bis er auf dem Papier ist und involviert drei Leute und viele viele Listen und in-die-Luft-schauen und wieder das Nachsehen in alten Listen und das hinundherlaufen zwischen Zimmern. Außer mir ist niemand am Zoll...
Also endlich im Sudan. Wieder geht das Spiel mit den benzinlosen Tankstellen los. Aber nur in Grenznähe dann sind da wieder normale Tankstellen und alles ist billig da. Sprit, Getränke, alles. Es wird immer wärmer und die Polizei-Stationen werden immer häufiger. Aber die Leute sind wahnsinnig freundlich. An den Kontrollpunkten werde ich grundsätzlich vom ranghöchsten Polizisten befragt und höflichst und zuvorkommenst abgefertigt. Was für ein Unterschied zu den letzten Tagen! Vor Khartoum gibt es eine Art Mautstelle. Die zeigt zwei verschiedene Beträge am Display als ich ankomme. Auf meine Frage welchen ich zahlen soll höre ich nur "Don't worry, go on, I invite you, enjoy Sudan".
Je näher ich an Khartoum komme desto dunkler wird der Horizont. Sand in der Luft. Irgendwann ist alles rotbraun und dann kommt die Stadt. Ich rufe in der Unterkuft -German Guesthouse Khartoum - an und kann die Wegbeschreibung nicht verstehen. Ich soll mal ins Zentrum fahren und dann werde man mich abholen. Also mach ich das. Im Zentrum ruf ich wieder an und keiner weiß wo ich glaube zu sein. Ich halte ein Tuktuk an und geb ihm mein Telefon. Alles wird geregelt. Ich folge dem Tuktuk und fahre/stehe im Dunklen in einer brutalen Hitze fast den ganzen Weg wieder zurück. Aber im Donnerstagsverkehr (Freitag ist der Sonntag). Der Lüfter der Twin geht garnicht mehr aus und mir tropft der Schweiss vom Kinn runter auf den Tankrucksack. Ich denk ich pack es nicht. Nach gefühlten 10 Stunden (eher 40 min) ist es dann geschafft. Als ich ankomme werde ich sofort in ein Zimmer gebracht mit der Aufforderung nichts anderes zu tun als kühl zu Duschen und mich mit Klimaanlage auf Vollast ins Bett zu legen.
Also endlich im Sudan. Wieder geht das Spiel mit den benzinlosen Tankstellen los. Aber nur in Grenznähe dann sind da wieder normale Tankstellen und alles ist billig da. Sprit, Getränke, alles. Es wird immer wärmer und die Polizei-Stationen werden immer häufiger. Aber die Leute sind wahnsinnig freundlich. An den Kontrollpunkten werde ich grundsätzlich vom ranghöchsten Polizisten befragt und höflichst und zuvorkommenst abgefertigt. Was für ein Unterschied zu den letzten Tagen! Vor Khartoum gibt es eine Art Mautstelle. Die zeigt zwei verschiedene Beträge am Display als ich ankomme. Auf meine Frage welchen ich zahlen soll höre ich nur "Don't worry, go on, I invite you, enjoy Sudan".
Je näher ich an Khartoum komme desto dunkler wird der Horizont. Sand in der Luft. Irgendwann ist alles rotbraun und dann kommt die Stadt. Ich rufe in der Unterkuft -German Guesthouse Khartoum - an und kann die Wegbeschreibung nicht verstehen. Ich soll mal ins Zentrum fahren und dann werde man mich abholen. Also mach ich das. Im Zentrum ruf ich wieder an und keiner weiß wo ich glaube zu sein. Ich halte ein Tuktuk an und geb ihm mein Telefon. Alles wird geregelt. Ich folge dem Tuktuk und fahre/stehe im Dunklen in einer brutalen Hitze fast den ganzen Weg wieder zurück. Aber im Donnerstagsverkehr (Freitag ist der Sonntag). Der Lüfter der Twin geht garnicht mehr aus und mir tropft der Schweiss vom Kinn runter auf den Tankrucksack. Ich denk ich pack es nicht. Nach gefühlten 10 Stunden (eher 40 min) ist es dann geschafft. Als ich ankomme werde ich sofort in ein Zimmer gebracht mit der Aufforderung nichts anderes zu tun als kühl zu Duschen und mich mit Klimaanlage auf Vollast ins Bett zu legen.
Zuletzt geändert von daleipi am Di 17. Sep 2013, 17:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Cape Town - Khartoum
Yeep, weiter so erzählen, da bekommt man wässerigen Mund.
LG vom Spezi
Apropo, die kleine Yamaha von deinem Buam weilt jetzt bei mir im Handschuhfach des T4. Sie war in der Zwischenzeit in Italien und Polen. Schreib mir deine Adresse als PN, dann schicke ich sie auf ihren Bestimmungsort.
LG vom Spezi
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Sidney Denham
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Re: Cape Town - Khartoum
ich mach ja weiter. Bald bin ich fertig!
Wieder genesen muß ich am Freitag eine Pause einlegen weil ALLES zu ist. Am Samstag hat die Saudi Botschaft auch zu. Also am Sonntag Früh gleich zur Botschaft. Nach ewigem Anstellen wird mir mitgeteilt dass nicht arabisch sprechenden Personen während der OMRA kein Visum ausgestellt wird. TOLL ! Ich könne in frühestens 8 Tagen nochmal kommen und dann müßte man weitersehen. Ausserdem brauche ich ein Schreiben meiner Botschaft. Die hat aber für Publikumsverkehr geschlossen und stellt Empfehlungsschreiben grundsätzlich nicht aus (die Deutsche, österr. Botschaften stellen diese Schreiben meist problemlos aus).
Was tun? Ich rechne hin und her und komme nur zum Ergebnis dass ich nicht weiss wann ich in Österreich ankommen werde. Nach Ägypten brauche ich eine Fähre und die geht frühestens in neun Tagen, nach Saudi brauch ich auch eine aber das Visum bekomme ich nicht vor 10 Tagen wenn überhaupt. Dann kann ich nur bis Israel fahren und brauche wieder eine Fähre. Entweder nach Italien (Monfalcone 12 tage fahrzeit) oder in die Türkei was schneller geht aber dann ahbe ich noch ewig Landweg. Alles viel zu unberechenbar für die Ankunft zur Einschulung. Wahrscheinlich müßte ich die Twin irgendwo stehen lassen und später weitermachen. Meine Frau meint ich soll sie in Khartoum lassen und später im Jahr weiterfahren. Was ist aber dann mit Ägypten los und bekomme ich ein Visum für Saudi Arabien und ist dann gerade die Haj oder oder oder.
Im German Guesthouse wohnen hauptsächlich Piloten und Flugzeugtechniker zudem hängt noch irgendwie eine Spedition mit dran weil man die Ersatzteile für die Flugzeuge lieber selber importiert oder zum Überholen nach Europa schickt.
So entschließe ich mich die Twin per Luftfracht nach Graz zu schicken und buche mir das billigste Ticket heim.
Was tun? Ich rechne hin und her und komme nur zum Ergebnis dass ich nicht weiss wann ich in Österreich ankommen werde. Nach Ägypten brauche ich eine Fähre und die geht frühestens in neun Tagen, nach Saudi brauch ich auch eine aber das Visum bekomme ich nicht vor 10 Tagen wenn überhaupt. Dann kann ich nur bis Israel fahren und brauche wieder eine Fähre. Entweder nach Italien (Monfalcone 12 tage fahrzeit) oder in die Türkei was schneller geht aber dann ahbe ich noch ewig Landweg. Alles viel zu unberechenbar für die Ankunft zur Einschulung. Wahrscheinlich müßte ich die Twin irgendwo stehen lassen und später weitermachen. Meine Frau meint ich soll sie in Khartoum lassen und später im Jahr weiterfahren. Was ist aber dann mit Ägypten los und bekomme ich ein Visum für Saudi Arabien und ist dann gerade die Haj oder oder oder.
Im German Guesthouse wohnen hauptsächlich Piloten und Flugzeugtechniker zudem hängt noch irgendwie eine Spedition mit dran weil man die Ersatzteile für die Flugzeuge lieber selber importiert oder zum Überholen nach Europa schickt.
So entschließe ich mich die Twin per Luftfracht nach Graz zu schicken und buche mir das billigste Ticket heim.
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Zuletzt geändert von daleipi am Di 17. Sep 2013, 18:18, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Cape Town - Khartoum
Heidenau K60 Scout nach knapp über 9.000 km:
Mein kleines Fach unter dem LC4 Heckkotflügel. Eingepackt in alten Schläuchen sind Epoxyknetmasse, eine CDI und eine Pierburg-Benzinpumpe. Mit einer Pierburg fahre ich auch sonst rum.
Mein kleines Fach unter dem LC4 Heckkotflügel. Eingepackt in alten Schläuchen sind Epoxyknetmasse, eine CDI und eine Pierburg-Benzinpumpe. Mit einer Pierburg fahre ich auch sonst rum.
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Re: Cape Town - Khartoum
gleiche Laufleistung
Hab mir einen Pipercross andrehen lassen. NICHT GUT!
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Re: Cape Town - Khartoum
Zum Glück haben die in Khartoum noch etwas mehr Gebrauchtholz draufgenagelt
Erst nach mehrmaliger Nachfrage habe ich nach zwei Wochen den Tracking Code für die LH-Fracht bekommen. Überraschung: Erst an dem Tag an dem ich den Code bekommen habe ist die Twin an LH übergeben worden. Die stand also zwei Wochen am Flughafen von Khartoum und keiner hat's gemerkt. Afrika ;.)
Auspacken! Wieder da
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Re: Cape Town - Khartoum
FERTIG!
Wenn ich gewußt hätte daß in Khartoum Endstation ist wäre ich von Tansania aus noch über Ruanda und Uganda gefahren. Aber ich wollte ja eigentlich DURCH-fahren und aufgrund der Fährenthematik 'unten' wenig Zeit verlieren. Das ist mir ja auch mit Kapstadt-Khartoum in weniger als drei Wochen gelungen. Zum Nachmachen aber nur bedingt zu empfehlen.
Ich habe jetzt nicht empfunden das ich viel versäumt habe weil wir ja letztes Jahr mit dem Land Cruiser einen Großteil der Strecke (kurz hinter Archers Post, Kenya bis Kapstadt) in umgekehrter Richtung gefahren sind. Richtig neu waren dann der Norden Kenyas, Äthiopien und der Sudan.
Eine tolle Option von der ich in Addis erfahren habe ist folgende: Rüber fahren nach Somaliland - soll eines der besten Urlaubsländer sein. Ewige Strände, nette Leute - Dort eine Dhau/Dhow anmieten die in den Oman segelt. Für wenig Geld bekommt man an Bord eine eigene kleine Hütte hingestellt und das Motorrad wird irgenswo verzurrt. Ein paar Tage Seereise inkl. Verpflegung so um die USD 300-400. Geht auch von Djibuti aus ist aber mind. zweimal so teuer.... träum....
Ciao
Stefan
Wenn ich gewußt hätte daß in Khartoum Endstation ist wäre ich von Tansania aus noch über Ruanda und Uganda gefahren. Aber ich wollte ja eigentlich DURCH-fahren und aufgrund der Fährenthematik 'unten' wenig Zeit verlieren. Das ist mir ja auch mit Kapstadt-Khartoum in weniger als drei Wochen gelungen. Zum Nachmachen aber nur bedingt zu empfehlen.
Ich habe jetzt nicht empfunden das ich viel versäumt habe weil wir ja letztes Jahr mit dem Land Cruiser einen Großteil der Strecke (kurz hinter Archers Post, Kenya bis Kapstadt) in umgekehrter Richtung gefahren sind. Richtig neu waren dann der Norden Kenyas, Äthiopien und der Sudan.
Eine tolle Option von der ich in Addis erfahren habe ist folgende: Rüber fahren nach Somaliland - soll eines der besten Urlaubsländer sein. Ewige Strände, nette Leute - Dort eine Dhau/Dhow anmieten die in den Oman segelt. Für wenig Geld bekommt man an Bord eine eigene kleine Hütte hingestellt und das Motorrad wird irgenswo verzurrt. Ein paar Tage Seereise inkl. Verpflegung so um die USD 300-400. Geht auch von Djibuti aus ist aber mind. zweimal so teuer.... träum....
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Re: Cape Town - Khartoum
nochwas:
keinen Ärger mit der Twin. Nix, null, nill, zipp, zero, nada!
Einfach immer nur geschnurrt. Nicht mal einen Platten (Patschn?) - G A R N I X
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Re: Cape Town - Khartoum
Wahnsinn, was für dich eine Heimfahrt war, ist für die meisten ein Abenteuerurlaub.
Toll beschrieben.
Günther
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Re: Cape Town - Khartoum
ja, unglaublicher bericht!
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FYYFF
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Re: Cape Town - Khartoum
schöner bericht..........
die AT ist halt doch sehr super..........
lg
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LG vom Roman der keinen Leofanten (Cagiva 900 Elefant) mehr hat.........sondern eine PD06 Transalp BJ94
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Re: Cape Town - Khartoum
sehr feiner Bericht -
das ist definitiv für 98 % der Leute hier ein Abenteuerurlaub..
was ich hier leider nicht rauslesen kann - in welcher/n Sprache(n) kann man dort üblicherweise mit den div. Beamteten über die (Ein/Ausreise) Modalitäten diskutieren? Und unterwegs nach Wegen fragen?
das ist definitiv für 98 % der Leute hier ein Abenteuerurlaub..
was ich hier leider nicht rauslesen kann - in welcher/n Sprache(n) kann man dort üblicherweise mit den div. Beamteten über die (Ein/Ausreise) Modalitäten diskutieren? Und unterwegs nach Wegen fragen?
Gruß, Martin
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Das Reifen-Profil gehört zur Gänze genutzt
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Re: Cape Town - Khartoum
Also, daß wir uns hier nicht falsch verstehen: Es war NATÜRLICH ein Abenteuerurlaub.
Als letztes Umzugs-/Übersiedelungsgut war die Twin halt noch in Kapstadt verblieben.
Deswegen hatte ich ja geschrieben "PROJEKT ich fahr jetzt mal heim"
Alles überall in ENGLISCHER Sprache. Keine Probleme.
Stefan
Als letztes Umzugs-/Übersiedelungsgut war die Twin halt noch in Kapstadt verblieben.
Deswegen hatte ich ja geschrieben "PROJEKT ich fahr jetzt mal heim"
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Re: Cape Town - Khartoum
Herzlich Willkommen der Herr!
DU bist ja sowieso an ALLEM schuld! Oder wer hat mir nach jahrelanger Motorradabstinenz eine Twin aufgeschwatzt? Na? Wer war's? Genau: Der ALF!
DU bist ja sowieso an ALLEM schuld! Oder wer hat mir nach jahrelanger Motorradabstinenz eine Twin aufgeschwatzt? Na? Wer war's? Genau: Der ALF!
Re: Cape Town - Khartoum
Hallo!
Vielleicht solltest einmal mit mein Radl so eine Tour fahren, damit wenigstens sie einmal so was sieht!!
LG Werner
Vielleicht solltest einmal mit mein Radl so eine Tour fahren, damit wenigstens sie einmal so was sieht!!
LG Werner
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